![]() |
![]() |
![]() |
||||||
![]() |
![]() |
|||||||
![]() |
||||||||
|
Centrum für Gesundheit und chinesisches Kongfu |
||||||||
|
|
|
|
|
Unsere diesjährige Studienreise nach China fand großen Anklang bei den Mitgliedern des Gecko-Centrums und bei befreundeten Schulen. Während unserer 16-tägigen China-Reise besuchten wir in Beijing die einmaligen kulturellen Denkmäler des Reiches der Mitte wie die Große Mauer und den Kaiserpalast, den Himmelstempel und den Sommerpalast. Anschließend praktizierten wir in den wild-romantischen Wudang-Bergen die inneren Wudang-Künste und lernten das Leben der dortigen Daoisten kennen. Einen Reisebericht findet Ihr hier und Tanias Reisebericht am Ende dieser Seite. |
||||||||
![]() |
||||||||
![]() |
||||||||
![]() |
||||||||
![]() |
||||||||
![]() |
![]() |
|||||
![]() |
|||||
|
Tanias Reisebericht
Die Wudang Berge. Als ich früher von den Wudang Bergen hörte oder las, dachte ich immer an die sagenumwobenen Gestalten der ersten Großmeister des Taiji, die bei Sonnenaufgang die langsamen, krafterfüllten Bewegungen ausführten und an die daoistischen Eremiten in ihren Höhlen, die sich in der Kunst der Unsterblichkeit übten. Ich verstand die Wudang Berge als alleinigen Entstehungsort der Einheit zwischen den Menschen und der Natur, wo es möglich wäre, die Erfahrung der Harmonie, und sei es nur für den Bruchteil einer Sekunde, zu leben. Die Wudang Berge… Eigentlich ist diese Bezeichnung im Plural mehr als angemessen. Wudang Shan ist eine fast 500 Kilometer lange Gebirgskette, die sich, grob gesagt, diagonal zwischen den Städten Xian und Wuhan erstreckt. Einen winzigen Teil dieser Erdmasse haben wir für ganze zehn Tage erklommen.
April 2009, Ankunft. Nach einer langen Fahrt von dem Flughafen Wuhan in die Stadt Wudangshan und nach einer weiteren hoch in das „Teedorf“ sind wir endlich angekommen. Es warten auf uns Meister Yuan, seine Schüler und ein dichter Nebelumhang. Das deutsche Wetter herrscht augenscheinlich auch in Mittelchina. Schön ist es dennoch – wie eine Versprechung, eine Vorahnung, ein Symbol der Flüchtigkeit, wie ein Schleier der Maya steht der Nebelvorhang zwischen uns und der Welt um uns und weckt die Neugierde.
Der Tag nach dem ersten Tag. Die frühe Sonne reist die dicke Nebeldecke auseinander und befreit den Blick, der jetzt ungestört über die üppigen Teeplantagen, kleinere und größere Hügel, entfernte Pagoden, baumwollähnliche Wölkchen und den blauen Himmel schweifen darf. Eine Landschaft voller Abwechslung, voller Tiefen und Höhen, ein Chiaroscuro, eine wahr gewordene Yin-Yang Philosophie. Der „Tempel der acht Unsterblichen“ heißt uns an diesem Tag willkommen. Ein verlassener, zur Ruine gewordener Ort, mit noch kraftvollen, durch das Qi der vielen betenden Daoisten getränkten, lebendigen Steinen ist der Schauplatz des ersten Antastens, unseres ersten Übens. Genius loci, in jedem Winkel des Tempels fühlbar, überträgt die Kraft des Ortes an die in ihm Verweilenden weiter und intensiviert die Ausführung der Bewegungen. Und wie durch eine Zeitreise, nein, noch mehr, durch diesen zeitlos gewordenen, alles in sich vereinigenden Seinszustand, wird die Einheit von hier und jetzt spürbar.
Die Tage danach. Es ist schwer, die Leichtigkeit des Übens zu erreichen. Alles scheint aus Gegensätzen zu bestehen: das Sitzen im Stehen, das Loslassen in Wachheit, die Freude in Mühsal. Das Eckige abrunden, die Mitte suchen, dort wo sie schwer zu finden ist, Schulter runter, kein Hohlkreuz. Es wird draußen auf dem Dach vor der majestätischen Fassade der Teeplantagen geübt; auch im Inneren wird geübt, im großen Saal der Schule, vor dessen Fenstern die Bambusblätter durch den leichten Wind rascheln, und wo man manchmal den eigenen Atem zu sehen bekommt. Auf einem der Berge, im Augenblick der meditativen Versenkung, in der man sich vorstellen sollte, eins mit der um einen herum bestehenden Natur zu sein, sie in sich aufzunehmen, sie ein und aus zu atmen, grenzenlos und zeitlos, auf so einem Berg wird die Ergriffenheit überwältigend. Dann weißt man: Man ist angekommen.
Der letzte Tag. Abschied nehmen heißt in diesem Falle, sich nur räumlich zu trennen. Das Band, das verbindet, bleibt. Es wird weiter geübt, an den Bewegungen gefeilt, durch wiederholtes Erproben gelernt. Und es wird erinnert: an die Menschen und an die Berge Zentralchinas.
|
|||||
|
[Willkommen] [Wir über uns] [Kursangebote] [Kursübersicht] [Kinder] [Einführungskurse] [Sonderveranstaltungen] [Seminarbilder] [Fotogalerie] [China-Reise 2009] [Links] [Wegbeschreibung] [Kontakt/Impressum] |